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EIN BLICK GENÜGT

Die elektronische Umfelderfassung in modernen Autos wird immer komplexer. Assistenzsysteme sind heute längst in der Lage, Gefahrensituationen zu erkennen und sie helfen, potentielle Unfälle zu vermeiden. Der nächste Schritt in der Evolution des rundum sicheren PKW wird jetzt durch die Eye-Tracking-Technologie vorangetrieben.   

Jeder Augenblick entscheidet
Über 90 Prozent der Informationen im Straßenverkehr werden über das Auge wahrgenommen. Mit der Eye-Tracking-Technologie können diese Informationen genutzt werden, um die Steuerung eines PKW noch sicherer zu machen. Kameras scannen die Augenbewegungen des Fahrers, errechnen daraus die jeweilige Blickrichtung und verwerten blitzschnell die gesammelten Daten.
Ein aktuelles Beispiel: Opel arbeitet an einem System, welches das Licht anhand der jeweiligen Blickrichtung des Fahrers lenken und dosieren soll. Die Scheinwerferstellmotoren reagieren dabei unmittelbar – horizontal und vertikal gleichzeitig. Bereits 2016 soll dieses sogenannte »situationsgerechte Licht« in Serie gehen.

Auch übermüdete Fahrer können dank Eye-Tracking vor sich selbst geschützt werden. Immerhin jeder fünfte Unfall wird nach Schätzung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) durch Übermüdung verursacht. Die Beobachtung der Augen – sind sie offen oder geschlossen, wie schnell oder langsam schließen sie sich, wohin wenden sie sich? – kann hier rechtzeitig Hinweise auf den gefürchteten Sekundenschlaf geben und Leben retten.

Selbst bestehende Assistenzsysteme lassen sich dank Eye-Tracking optimieren. Um den Fahrer nicht mit einer Vielzahl von Informationen zu überlasten oder gar abzulenken, kann anhand der ermittelten Blickrichtung zuerst das Situationsbewusstsein des Fahrers geprüft werden. Schließlich sind die Augen der beste Gradmesser für die Aufmerksamkeit des Fahrers. Wo genau schaut er gerade hin? Wie wahrscheinlich ist es, dass er die Verkehrssituation richtig einschätzt? Nahezu in Echtzeit kann das System diese Fragen analysieren, über die Notwendigkeit einer Warnung entscheiden – und den Fahrer gegebenenfalls auch einfach in Ruhe lassen.    
Eine wichtige Rolle spielt die Eye-Tracking-Technologie auch bei der Entwicklung von Head-up-Displays (HUDs).
Durch Aufzeichnung und Analyse von Blickbewegungen kann für jeden Autotyp der ideale Platz für die moderne Cockpit-Anzeige gefunden werden – ein wichtiger Schritt gegen die kurze Fahrerablenkung, die ein konventionelles Kombi-Instrument verursacht.

Noch sind HUDs, bei der Informationen wie Geschwindigkeit, Warnmeldungen oder Hinweispfeile für die Navigation ins Sichtfeld des Fahrers auf die Frontscheibe projiziert werden, im privaten Bereich wenig verbreitet. Doch schon bald, da sind sich Experten einig, werden sie zur Standardausrüstung jedes neuen PKW gehören.
Weitere Einsatzfelder der Eye-Tracking-Technologie sind längst in Planung. So ist beispielsweise denkbar, dass sich später das gesamte Head-up-Display im Fahrzeug mit den Augen steuern lassen kann. Neue Blick-Steuerungs-Systeme versprechen, dass der Fahrer zum Beispiel den Radiosender wechseln oder Verkehrsinformationen abrufen kann, indem er etwas länger auf bestimmte Punkte in seinem Sichtbereich schaut.

Was auch immer die Zukunft bringen mag, eines ist sicher: Das Auge fährt mit – und Lösungen der CDA werden mit an Bord sein. Seit mehr als zehn Jahren beschäftigen wir uns schon intensiv mit der Fertigung von sogenannten Mikrooptiken, die diffraktiv oder refraktiv wirken können. Eye-Tracking-Systeme arbeiten in der Regel mit Beleuchtungen im Nah-Infrarot-Bereich wie LEDs oder Laser-Dioden. Um das Licht zielgerichtet zu verteilen, werden u. a. diffraktive optische Elemente (DOEs) oder Multi-Lens-Arrays verwendet. Design und Herstellung solcher Optiken sind Kernkompetenzen der CDA – von der Auslegung über Prototypen bis zur Serienfertigung. Selbst das komplette Beleuchtungsmodul, also die Beleuchtungsquelle, das Gehäuse und die Optiken, sind bei uns als Gesamtpaket erhältlich.


Sie möchten mehr zum Thema Eye-Tracking und zu CDAs mikrooptischen Produkten  erfahren? Hier finden Sie weiter führende Informationen:
www.cda-microworld.com

Oder treten Sie direkt mit Pia Harju, Manager µFunctional Solutions, in Kontakt:
pia.harju@cda.de

25.05.2016

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